Camping in Apulien
Apulien ist eine Campingregion mit klarem Schwerpunkt: Die meisten Plätze liegen am Gargano, dem bewaldeten Sporn im Norden, der Rest verteilt sich auf die ionische Küste und das Salento. Wer im Landesinneren zwischen Trulli und Olivenhainen campen will, findet dagegen wenig. Diese Seite sagt Ihnen, wo die Campingplätze wirklich stehen, was eine Nacht kostet und welche zwei Regeln deutsche Camper hier regelmäßig überraschen.
Warum Camping in Apulien funktioniert
Camping ist hier die günstigste Art, direkt am Wasser zu schlafen. Die Küste ist über 800 Kilometer lang, und an den Stellen, an denen ein Hotelzimmer mit Meerblick teuer wird, steht oft ein Campingplatz mit Pinien, Schatten und einem eigenen Strandabschnitt. Dazu kommt das Klima: Von Mai bis Oktober können Sie mit Zelt oder Wohnmobil planen, ohne auf das Wetter zu wetten (siehe beste Reisezeit für Apulien). Der ehrliche Gegenpunkt: Apulien ist kein Land der kleinen, stillen Naturplätze. Die großen Anlagen am Gargano sind Feriendörfer mit Animation, Supermarkt und Pizzeria, und im August sind sie voll.
Diese Arten von Campingplätzen finden Sie
Drei Typen, nach Lage sortiert.

Campingplätze direkt am Meer
Das ist der Klassiker und der Grund, warum die meisten herkommen: Stellplatz im Pinienschatten, hundert Meter bis zum eigenen Strandabschnitt. Am Gargano liegen diese Plätze an der Küstenstraße zwischen Vieste und Peschici, im Salento an der flachen ionischen Seite. Die Plätze in der ersten Reihe zum Meer sind zuerst weg.

Agricamping im Olivenhain
Kleine Plätze auf einem landwirtschaftlichen Betrieb, oft nur ein paar Dutzend Stellplätze zwischen Olivenbäumen, mit Hofladen statt Animationsprogramm. Ruhiger, persönlicher, meist ohne Pool und nicht am Wasser. Wer die Anlagen am Gargano zu groß findet, sucht genau danach.

Plätze im Schatten des Waldes
Hinter der Küste des Gargano steigt der Nationalpark an, bis hinauf zur Foresta Umbra mit ihren Buchen. Die Plätze dort oben und an den Waldrändern sind kühler als die Anlagen am Strand, ein echtes Argument im Juli. Fast alle vermieten neben Stellplätzen auch Mobilheime mit Bad und Klimaanlage.
Wo die Campingplätze in Apulien liegen
Die Verteilung ist eindeutig, und sie entscheidet Ihre Route. Von rund 90 Plätzen, die die großen Campingportale im Juli 2026 für Apulien führen, liegt etwa die Hälfte am Gargano und ein weiteres Drittel im Salento. Dazwischen, an der Küste von Bari und in der Valle d’Itria, gibt es kaum etwas.
Campingplätze am Gargano
Die Campingküste Apuliens. Die Straße von Vieste nach Peschici reiht Platz an Platz, dahinter steigt der Nationalpark mit der Foresta Umbra an. Kalksteinbuchten, Kiesel und Sand, Pinien bis fast ans Wasser. Auch Mattinata und die Bucht von Sfinale gehören dazu.
Ionische Küste und Salento
Flaches, türkises Wasser und feiner Sand rund um Porto Cesareo und südlich von Gallipoli. Die Plätze sind kleiner und weniger bewaldet als am Gargano, dafür ist das Meer für Kinder ideal. Welche Strände sich lohnen, steht in unserem Überblick zu den Stränden in Apulien.
Apulien mit dem Wohnmobil
Die Anreise ist die halbe Reise
Ab München sind es je nach Ziel gut 1.200 bis 1.400 Kilometer: Brenner, Bologna, dann die Adria-Autobahn A14, die auf 743 Kilometern von Bologna bis Taranto durchläuft. Mit dem Wohnmobil sind das zwei Etappen, nicht eine. Alle Varianten, auch Flug und Mietwagen, stehen unter Anreise nach Apulien.
Freistehen ist verboten
Wildcampen ist in Italien untersagt, am Strand und in den Dünen wird es in der Hauptsaison kontrolliert, die Bußgelder reichen bis 500 Euro. Übernachten dürfen Sie auf Campingplätzen und auf ausgewiesenen Stellplätzen, den aree di sosta.
Stellplätze sind dünn gesät
Reine Wohnmobilstellplätze gibt es in Apulien deutlich seltener als in Norditalien, und außerhalb der Saison haben viele geschlossen. Planen Sie die Etappen so, dass am Abend ein geöffneter Campingplatz erreichbar ist, statt auf einen Stellplatz zu hoffen.
Die Straßen im Süden
Die Küstenstraße am Gargano ist eng, kurvig und im August voll, mit einem langen Gespann kostet sie Nerven. Von der A14 aus fahren Sie besser über Vieste an und lassen das Fahrzeug dann stehen. Mehr dazu unter unterwegs in Apulien.
Was Sie vor der Buchung wissen sollten
Die Saison ist kurz
Die großen Plätze öffnen Ende Mai und schließen Ende September, ganzjährig geöffnete Campingplätze sind die Ausnahme. Im Mai und im September haben Sie warmes Wasser und halb leere Plätze, im Oktober ist an der Küste schon vieles zu.
Im August wird wochenweise vermietet
Das überrascht fast jeden beim ersten Mal: Viele Anlagen nehmen im Hochsommer nur Aufenthalte von Samstag bis Samstag an, bei manchen gilt das schon ab Ende Juni. Drei Nächte Zwischenstopp Mitte August sind dort nicht vorgesehen.
Was es kostet
In den veröffentlichten Preislisten der Plätze an der ionischen Küste liegt ein Stellplatz mit zwei Personen, Fahrzeug und Strom je nach Saison zwischen etwa 25 Euro in der Nebensaison und 70 bis 80 Euro in der zweiten Augusthälfte. Der Sprung zwischen Juni und August ist größer als das, was Sie aus Norditalien kennen.
Hund, Schatten, Strand
Die meisten Plätze nehmen Hunde an der Leine an, der Zugang zum Strandabschnitt ist aber oft trotzdem gesperrt. Fragen Sie außerdem nach, ob der Stellplatz beschattet ist: Auf einem offenen Platz sind 38 Grad im Juli eine ganz andere Ansage.
Camping in Apulien: FAQ
Wo sind die schönsten Campingplätze in Apulien?
Am Gargano, an der Küstenstraße zwischen Vieste und Peschici: Buchten, Pinien und Plätze mit eigenem Strandabschnitt. Wer flaches, türkises Wasser für Kinder sucht, ist an der ionischen Küste bei Porto Cesareo besser aufgehoben.
Wann ist die Campingsaison in Apulien?
Etwa von Ende Mai bis Ende September. Mai, Juni und September sind die angenehmsten Monate, im August ist alles voll und am teuersten. Ganzjährig geöffnete Plätze sind selten.
Was kostet ein Campingplatz in Apulien pro Nacht?
Für zwei Personen mit Wohnmobil oder Zelt, Fahrzeug und Strom rund 25 bis 40 Euro in der Nebensaison und 70 bis 80 Euro in der Hochsaison Mitte August. Mobilheime werden wochenweise vermietet.
Darf man in Apulien frei stehen?
Nein. Wildcampen ist in Italien verboten, am Strand und in den Dünen wird kontrolliert, die Bußgelder gehen bis 500 Euro. Erlaubt sind Campingplätze und ausgewiesene Stellplätze.
Lohnt sich Apulien mit dem Wohnmobil?
Ja, wenn Sie die Anreise als Teil der Reise sehen: Es sind gut 1.200 bis 1.400 Kilometer ab München. Für zehn Tage Urlaub ist Fliegen plus Mietwagen die entspanntere Variante, für drei Wochen fährt sich die Strecke.
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